Sega Superstars Tennis Review

Die Virtua Tennis Macher laden erneut zum Schlagabtausch ein – kann das quietschbunte Arcade-Abenteuer mit dem großen Bruder mithalten?

Dass sich Videospiel-Veteran Sega mit dem Thema rund um den gelben Ball auskennt, haben sie bereits mit der Virtua Tennis Serie bewiesen. Diesmal schicken sie jedoch ihre 2. Mannschaft auf den Platz und Sega-Klassiker von Sonic bis Ulala zeigen uns, was sie so mit einem Schläger und einem Ball anstellen können.
Bietet uns Sega Superstars Tennis die gleiche, eingängige Spielbarkeit und den hohen Spaßfaktor, den wir aus Virtua Tennis gewohnt sind? Die Prognosen stehen gut.

Die Präsentation

Nachdem sich Kollege Mario bereits auf seinem hauseigenen Tennisplatz die Langeweile vertreiben kann spendiert jetzt auch Sega unserem lieblings Igel und seinen Freunden das passende Spiel. In Sega Superstar Tennis geben sich die wohl bekanntesten Sega-Helden ein stell-dich-ein – und das in HD!
Dass sich Entwickler Sumo Digital bei der Umsetzung Mühe gegeben hat merkt man, denn egal in welcher Spiele-Welt man sich gerade befindet, am Spielfeldrand tummeln sich immer kunterbunt animierte Zuschauer, die einem hoch motiviert zujubeln. Auch die Spiele-Welten selbst sind schön anzuschauen und detailreich und lassen so manche, nostalgische Erinnerung aufkommen. Passend zum jeweiligen Spiel unterscheiden sich die Tennisplätze wunderbar abwechslungsreich voneinander und ob Space Channel 5 mit neonfarbenem Raumschiff-Flair oder Curien Mansion mit vor Blitzen zuckendem Nachthimmel und Zombies, alles sieht stimmig aus und macht Laune.
Zudem darf man sich auf Soundtrack-Klassiker aus den alten Sega Titeln freuen. Die Sprachausgabe ist gut und größtenteils auf Deutsch, Schlachtrufe und Smalltalk am Spielfeldrand gibt es allerdings nur im englischen Originalton.

Das Gameplay

Virtua Tennis in knallbunt – so könnte man Sega Superstars Tennis auf den ersten Blick beschreiben, doch wie viel Virtua Tennis steckt denn nun in Superstars Tennis?
Ob Einzel- oder Doppelpaarungen, genau wie Virtua Tennis bieten uns die Superstars einen Karrieremodus, in dem ihr auf viele bekannte Gesichter aus der Sega Geschichte stoßen werdet und der aus 100 Missionen besteht.
Gespielt wird mit bis zu 4 Spielern, vorausgesetzt man hat genug Kontroller im Haus.
Neben dem eigentlichen Tennis spielen darf man sich in Superstar Tennis vor allem auf die abwechslungsreichen und witzig gestalteten Nebenmissionen freuen.
Gespielt wird mit 2 Tasten, nämlich Kreis und Viereck, da es allerdings 4 mögliche Angriffe gibt, resultiert das in unschönen Kombos mit den beiden Tasten. Warum man nicht einfach die gut sitzende Tastenbelegund von Virtua Tennis genommen hat? Wir wissen es auch nicht. Den Spezialangriff, von dem es bei jeder Figur leider nur einen einzigen gibt und den man nach längerem, fehlerfreien Spielen ausführen kann, aktiviert man über die Schultertaste.
Neben den freispielbaren Soundtracks, kann man durch das erfolgreiche beenden von Missionen und Minispielen an 8 weitere Charaktere kommen.
Die KI der Gegner ist zwar größtenteils gut, lässt sich aber leicht austricksten und selbst auf der höchsten Schwierigkeitsstufe kann man immer noch recht leicht mithalten. Zudem funktioniert sie im Doppel teilweise zu gut, soll heißen, dass einem der PS3 gesteuerte Mitspieler oft die ganze Arbeit abnimmt.
Wenn man schließlich das alleine spielen satt hat, kann man sich online am Rest der Welt messen oder sich einfach Missionsergebnisse der Freunde anschauen.

Fazit

Sega Superstars Tennis macht Laune – und zwar eine ganze Menge. Bis auf ein paar kleinere Mankos, wie die erzwungenen Kombos oder die nicht ganz ausgereifte KI, braucht das knallbunte Arcade-Abendtreuer den Vergleich mit seinem großen Bruder nicht zu fürchten. Das Wiedersehen mit Klassikern wie Space Channel 5, Samba de Amigo, Golden Axe, Jet Set Radio und Sonic weckt alte Erinnerungen und die witzigen Minnispiele tragen ebenfalls ihren Beitrag zum positiven Gesamteindruck bei.

Bewertung

Grafik 7/10

Sound 7/10

Gameplay 8/10

Langzeit Motivation 8/10

Gesamt 7/10

Vielen Dank an Sega für die Bereitstellung des Presseexemplares!

Review von Sandy Friess.